Alte Leipziger BU mit vereinfachten Gesundheitsfragen

Wer als Arzt oder Medizinstudent eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, stößt bei den Gesundheitsfragen schnell an Grenzen: Beschwerden aus der Vergangenheit führen manchmal Risikozuschlägen oder Ausschlussklauseln.

Die Alte Leipziger bietet hier einen interessanten Ansatz: Statt einer zeitlich begrenzten Sonderaktion nutzt der Versicherer regulär deutlich verkürzte Abfragezeiträume für Vorerkrankungen. Doch hält das Angebot auch bei genauerem Hinsehen, was es verspricht? Ist die Alte Leipziger BU mit vereinfachten Gesundheitsfragen geeignet für Ärzte?

Alte Leipziger BU mit vereinfachten Gesundheitsfragen

Das Wichtigste auf einen Blick

Die Alte Leipziger als BU-Versicherer

Die Alte Leipziger Lebensversicherung a. G. bildet zusammen mit der Hallesche Krankenversicherung a. G. die Muttergesellschaften der ALH-Gruppe. 

Die Alte Leipziger hat ihren Firmensitz im hessischen Oberursel (Taunus) und agiert bereits seit mehr als 200 Jahren im Bereich der Versicherungen.

Neben den Bereichen der Lebens- und Krankenversicherung bietet die ALH-Gruppe auch ein breites Angebot an privaten Sachversicherungen (z. B. Haftpflicht, Wohngebäude, KFZ,…) sowie gewerbliche Versicherungen an. 

Im Bereich der BU-Versicherung punktet die Alte Leipziger mit einer fairen Risikoprüfung, soliden Bedingungen und vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.

Die vereinfachten Gesundheitsfragen der Alten Leipziger BU

Bei den vereinfachten Gesundheitsfragen der Alte Leipziger handelt es sich um keine besondere Aktion, wie wir es z. B. vom HDI, der LV 1871 oder der Baloise kennen. 

Die Alte Leipziger hat grundsätzlich einen im Marktvergleich kurzen Abfragezeitraum für Vorerkrankungen. Dadurch steht sie aber sowohl Medizinstudenten, als auch Assistenzärzten und Fachärzten zur Verfügung. Weiterer Vorteil: Es gibt keine besondere Altersgrenze und keine gesonderte Begrenzung der BU-Rentenhöhe. 

Alte Leipziger Abfragezeitraum Hobbys und Ausland

Die Alte Leipziger fragt wie folgt nach Hobbys und geplanten Auslandsaufenthalten:

Sind Sie in der Freizeit besonderen Gefahren ausgesetzt (z.B. Wettfahrten, Motorsport, Flugsport, Fallschirmspringen, Wasser-/Tauchsport, Kampfsport, Berg-/Klettersport, Pferdesport, Radsport, Fun-/Extremsport, Leistungs-/Profisport)? 

Beabsichtigen Sie in den nächsten 12 Monaten einen Aufenthalt von zusammengerechnet mehr als 3 Monaten außerhalb der Europäischen Union (nicht anzugeben sind Aufenthalte in Island, Liechtenstein, Norwegen, Großbritannien und der Schweiz)? 

Die Frage nach gefahrerhöhenden Freizeitrisiken entspricht der üblichen Formulierung am Markt. Hier gibt es also keine Begrenzung auf einige wenige konkrete Hobbys. 

Gleiches gilt für geplante Auslandsaufenthalte. Diese Frage ist insbesondere für Medizinstudierende relevant, die in Kürze für das PJ ins Ausland gehen wollen. Auch hier orientiert sich die Alte Leipziger an den marktüblichen Formulierungen.

Alte Leipziger BU für Ärzte vereinfachte Gesundheitsfragen

Die weiteren Gesundheitsfragen beziehen sich zum großen Teil auf einen recht kurzen Abfragezeitraum von 3 Jahren:

Sind Sie in den letzten 3 Jahren wegen Krankheiten oder Beschwerden von Ärzten, Psychologen, Heilpraktikern, Therapeuten (Osteopathen, Physiotherapeuten, Krankengymnasten) oder anderen nichtärztlichen Therapeuten untersucht, beraten oder behandelt worden, oder
bestehen oder bestanden in den letzten 3 Monaten vor Antragstellung Krankheiten oder Beschwerden ohne einen Arzt, Psychologen, Heilpraktiker, Therapeuten (Osteopathen, Physiotherapeuten, Krankengymnasten) oder anderen nichtärztlichen Therapeuten aufzusuchen, hinsichtlich

1.1 der Atmungsorgane (auch Nasennebenhöhlenerkrankung, Heuschnupfen, Allergie, Kehlkopf-, Rippenfellerkrankung, Schlafapnoe)?

1.2 des Herzens oder der Kreislauforgane/Gefäße (auch Bluthochdruck [Werte größer 140/90 mmHg], Krampfadern, Thrombose, Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen, Lymphödem, Brustschmerzen bei körperlicher Anstrengung)?

1.3 der Nieren, der Harnwege (auch Blut oder Eiweiß im Urin) oder der Geschlechtsorgane (auch Brustdrüsen, Prostata; auch Schwangerschaftskomplikationen)?

1.4 der Verdauungsorgane (auch Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase, Leber; auch Sodbrennen, Magenschmerzen [mehr als 6-mal im Jahr oder länger als 48 Stunden], Blut im Stuhl)?

1.5 des Stoffwechsels (auch Diabetes, Cholesterin-, Triglycerid-, Harnsäureerhöhung)? 

1.6.1 der Augen? Dioptrien links/rechts

1.6.2 andere Augenerkrankungen (auch Doppelbilder, Gesichtsfeldeinschränkung, Laserbehandlung)? 

1.7 der Ohren (auch Schwindelzustände, Ohrgeräusche [Tinnitus])? 

1.8 des Rückens oder Nackens (auch Wirbelsäulen-, Bandscheibenschaden, Rückenschmerzen [mehr als 2-mal im Jahr oder länger als 48 Stunden], Schleudertrauma, Ischias, Cervicobrachialgie)?

1.9 der Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder (auch Meniskusschaden, Gicht, Rheuma, Gelenkschmerzen [mehr als 2-mal im Jahr oder länger als 48 Stunden], Fibromyalgie)?

1.10 der Haut (auch Allergie)? 

1.11 der Drüsen (auch Schilddrüse; auch Hormonstörung), der Milz oder des Blutes (auch Gerinnungsstörungen)?

1.12 des Gehirns (auch Migräne, Kopfschmerzen [mehr als 12-mal im Jahr oder länger als 48 Stunden], Demenz) oder der Nerven (auch Epilepsie, Lähmung, Multiple Sklerose)?

1.13 Infektionskrankheiten (länger als 3 Wochen oder mehr als 3-mal im Jahr)?

1.14 gutartige Tumore

Bei psychischen Erkrankungen gilt davon abweichend jedoch ein Abfragezeitraum von 5 Jahren:

2. Bestehen oder bestanden in den letzten 5 Jahren Krankheiten der Psyche (auch Angststörung, Essstörung, Schlafstörungen [mehr als 5-mal im Monat], Erschöpfungszustände, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, Selbsttötungsversuch)?

Der Abfragezeitraum von 5 Jahren gilt auch für Medikamente, Drogen- und Alkoholkonsum, sofern eine gewisse Regelmäßigkeit vorliegt:

3. Nehmen oder nahmen Sie in den letzten 5 Jahren regelmäßig Medikamente ein (d.h. mehr als 1 Monat lang täglich Medikamente oder an mehr als 20 Tagen im Jahr ein gleichartiges Medikament; auch Schlaf-, Schmerz-, Aufputsch oder Beruhigungsmittel)?

4. Haben Sie in den letzten 5 Jahren Drogen (auch Cannabis) zu sich genommen?

5. Nehmen oder nahmen Sie in den letzten 5 Jahren regelmäßig Alkohol zu sich (d.h. mehr als 1 Monat lang täglich oder an mehr als der Hälfte der Tage eines Jahres)?

6. Waren Sie in den letzten 5 Jahren mehr als 3 Wochen ununterbrochen arbeitsunfähig?

7. Sind Sie in den letzten 3 Jahren von Ärzten, Psychologen, Heilpraktikern, Therapeuten (Osteopathen, Physiotherapeuten, Krankengymnasten) oder anderen nichtärztlichen Therapeuten über die bereits gemachten Angaben hinaus untersucht, beraten oder behandelt worden?

Bei psychischen Erkrankungen gilt davon abweichend jedoch ein Abfragezeitraum von 5 Jahren:

2. Bestehen oder bestanden in den letzten 5 Jahren Krankheiten der Psyche (auch Angststörung, Essstörung, Schlafstörungen [mehr als 5-mal im Monat], Erschöpfungszustände, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, Selbsttötungsversuch)?

Der Abfragezeitraum von 5 Jahren gilt auch für Medikamente, Drogen- und Alkoholkonsum, sofern eine gewisse Regelmäßigkeit vorliegt:

3. Nehmen oder nahmen Sie in den letzten 5 Jahren regelmäßig Medikamente ein (d.h. mehr als 1 Monat lang täglich Medikamente oder an mehr als 20 Tagen im Jahr ein gleichartiges Medikament; auch Schlaf-, Schmerz-, Aufputsch oder Beruhigungsmittel)?

4. Haben Sie in den letzten 5 Jahren Drogen (auch Cannabis) zu sich genommen?

5. Nehmen oder nahmen Sie in den letzten 5 Jahren regelmäßig Alkohol zu sich (d.h. mehr als 1 Monat lang täglich oder an mehr als der Hälfte der Tage eines Jahres)?

Auch eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 3 Wochen am Stück in muss angegeben werden:

6. Waren Sie in den letzten 5 Jahren mehr als 3 Wochen ununterbrochen arbeitsunfähig?

Leider verzichtet die Alte Leipziger bis heute nicht auf die Killerfrage:

7. Sind Sie in den letzten 3 Jahren von Ärzten, Psychologen, Heilpraktikern, Therapeuten (Osteopathen, Physiotherapeuten, Krankengymnasten) oder anderen nichtärztlichen Therapeuten über die bereits gemachten Angaben hinaus untersucht, beraten oder behandelt worden?

Problematisch ist hier, dass gem. § 19 VVG nur solche gefahrerheblichen Umstände angegeben werden müssen, nach denen der Versicherer in Textform gefragt hat. Damit fallen bei vielen vereinfachten Gesundheitsfragen etliche Erkrankungen raus. Durch diese offen formulierte Frage der Alten Leipziger wird quasi jedwede Vorerkrankung der letzten 3 Jahre relevant. 

BU Alte Leipziger Abfragezeitraum stationaer

Bei den stationären Aufenthalten ist die Alte Leipziger mit einem langen Abfragezeitraum von 10 Jahren sehr konservativ unterwegs. Viele andere Anbieter arbeiten hier auch in ihren regulären Gesundheitsfragen nur noch mit einem Zeitraum von 5 Jahren.

8. Wurden Sie in den letzten 10 Jahren stationär untersucht oder behandelt (auch Kuren, Reha-, Entzugsbehandlungen, Operationen, Strahlen-, Chemotherapie) bzw. ist eine solche Untersuchung/Behandlung ärztlicherseits in den nächsten 2 Jahren vorgesehen oder empfohlen?

Zeitlich unbefristete Fragen:

9.1 Wurde eine HIV-Infektion festgestellt oder steht ein Testergebnis noch aus?

9.2 Wurde eine Krebserkrankung festgestellt (bösartiger Tumor, Leukämie, Lymphome)?

Auch bei den obligatorischen Fragen zu Größe & Gewicht sowie angeborenen Erkrankungen und einer vorliegenden Behinderung, Minderung der Erwerbsfähigkeit und einem Grad der Schädigungsfolge macht die Alte Leipziger keine Abstriche. 

Stärken und Schwächen der kurzen Gesundheitsfragen

Die Vorteile der Gesundheitsfragen der Alten Leipziger liegen natürlich in dem generell kurzen Abfragezeitraum von 3 Jahren für fast alle Vorerkrankungen. 

Der Zugang ohne Altersbeschränkung zu diesen kurzen Gesundheitsfragen macht die Alte Leipziger attraktiv für alle Karrierestati. 

Zusätzlich kann man positiv erwähnen, dass Medizinstudierende die vollen 2.000 EUR und Ärzte bis zu 3.000 EUR BU-Rente versichern können. Viele Aktionen schnüren hier deutlich engere Rahmen für die versicherbare Rentenhöhe bei vereinfachten Gesundheitsfragen. 

Nachteilhaft ist die Fragestellung nicht nur nach Behandlungen, sondern zusätzlich auch nach Beschwerden der letzten drei Monate. Hier gibt es alternative Möglichkeiten, die ausschließlich nach stattgefundenen Behandlungen fragen. 

Ebenfalls problematisch ist die generelle Frage nach Behandlungen, die über die gemachten Angaben hinaus stattgefunden haben. Eine so offen formulierte Frage birgt ein erhöhtes Risiko für eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht. 

Auch der lange Abfragezeitraum bei stationären Aufenthalten ist inzwischen nicht mehr üblich. Hier bieten andere Anbieter auch ohne besondere Aktion teils einen Abfragezeitraum von nur 5 Jahren an. 

Gleiches gilt für Medikamente, Drogen und Alkohol. Hier ist der Abfragezeitraum mit 5 Jahren noch recht umfassend. Besonders bei Drogen- und Alkoholkonsum gibt es hier bereits einige wohlwollendere Anbieter, die z. B. nur Abfragen, ob eine Behandlung aufgrund von Drogen- oder Alkoholmissbrauch stattgefunden hat. 

Wenn man berücksichtigt, dass es sich bei den kurzen Gesundheitsfragen der Alten Leipziger um keine klassische Aktion mit vereinfachten Gesundheitsfragen handelt, sondern um die regulären Antragsfragen, die berufsgruppenunspezifisch gelten, dann sticht die Alte Leipziger hier an vielen Stellen mit sehr kurzen Abfragezeiträumen von 3 Jahren und sehr wohlwollender Risikoprüfung hervor. 

An anderen Stellen gibt es dafür aber sehr weitreichende Fragen, die ggfs. die Vorteile des kurzen Abfragezeitraums von 3 Jahren für die meisten Vorerkrankungen zunichte machen. 

Es lohnt sich also ein individueller Blick auf die persönliche Gesundheitshistorie. Wer beispielweise eine Knieverletzung vor 4 Jahren hatte und wegen einer Septumplastik vor 7 Jahren stationär behandelt wurde, ist ggfs. in einer anderen Aktion mit kürzerem Abfragezeitraum auch für stationäre Behandlungen besser aufgehoben.

Wenn du herausfinden möchtest, welche die beste BU mit vereinfachten Gesundheitsfragen für deine ganz persönliche Vorgeschichte ist, lasse dich unverbindlich beraten. Unsere Experten prüfen mit einer anonymen Risikovoranfrage die besten Möglichkeiten für dich. 

Bedingungen der Alten Leipziger Berufsunfähigkeitsversicherung

Die kürzesten Gesundheitsfragen bringen nichts, wenn der dahinterstehende BU-Tarif schlecht ist. Ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen ist daher immer wichtig. 

Wer bei der Alten Leipziger eine BU abschließen möchte, kann als Arzt oder Ärztin zu Beginn maximal 3.000 EUR Rente versichern. Für Medizinstudierende liegt die Grenze bei 2.000 EUR maximaler BU-Rentenhöhe. 

Eine Beitragsdynamik kann bis zur Höhe von maximal 5% gewählt werden. Diese wird letztmalig 5 Jahre vor dem Vertragsende ausgeführt. Der Beitragsdynamik kann ohne Nachteile beliebig oft widersprochen werden.

Zum Ausgleich der Inflation im BU-Leistungsfall lässt sich eine Leistungsdynamik von maximal 3% einschließen. 

Die Nachversicherungsgarantien (Erhöhung der BU-Rente ohne erneute Risikoprüfung) sind bei der Alten Leipziger auf 1.500 EUR zusätzlich auf die zu Vertragsbeginn vereinbarte BU-Rentenhöhe begrenzt. Innerhalb des Vertrags können so also max. 4.500 EUR (zzgl. Erhöhungen aus der Beitragsdynamik) versichert werden. 

Wer als Student mit einer kleineren BU-Rente einsteigen möchte, ist durch die Begrenzung auf 1.500 EUR zusätzlich zur initialen BU sehr beschränkt. 

Die ereignisunabhängige Nachversicherungsgarantie (bei der Alten Leipziger als Ausbaugarantie bezeichnet) endet jedoch schon bei 3.000 EUR mtl. Rente.

In der ereignisabhängigen Nachversicherungsgarantie kann pro Ereignis bis zu 500 EUR hinzuversichert werden. Besonders erwähnenswert ist hier, dass als Ereignis (neben den Klassikern Hochzeit, Geburt/Adoption eines Kindes, Niederlassung, …) auch der Abschluss der Facharztausbildung sowie die Rückkehr aus einer Elternschaft gelten. 

Berufseinsteiger haben die Möglichkeit, bei erstmaliger Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit, ihre BU-Rente in einem Schritt um max. 1.500 EUR zu erhöhen. 

Eine echte Karrieregarantie, wie wir sie von der LV 1871, Nürnberger, HDI und den meisten anderen TOP-BU-Anbietern für Ärzte und Medizinstudenten kennen, hat die Alte Leipziger bisher nicht.

Im Bereich der Teilzeitklausel und auch bei der Umorganisation ist bei der Alten Leipziger ebenfalls noch Verbesserungspotenzial

Eine Besserstellung bei Teilzeittätigkeit erfolgt nur dann, wenn parallel eine Tätigkeit als Hausfrau/-mann oder mehrere Berufe nebeneinander ausgeübt werden. Wer aus anderen Gründen (Work-Life-Balance o. ä.) keiner Vollzeitbeschäftigung nachgeht, wird hier benachteiligt. 

Es gibt keinen generellen Verzicht auf Umorganisation. Nur bei kleineren Praxen mit weniger als 5 Mitarbeitern mit akademischem Heilberufsabschluss wird auf die Prüfung einer Umorganisation verzichtet. 

Die Alte Leipziger ist grundsätzlich ein solider BU-Versicherer mit fairer Risikoprüfung, gutem Service aber noch punktuellen Schwächen in den Bedingungen. Da der BU-Markt ein sehr dynamisches Umfeld ist, hoffen wir auf rasche Optimierung der Bedingungen. Der kurze Abfragezeitraum von 3 Jahren in vielen Bereichen ist nämlich eine wirklich faire Angelegenheit. 

Was kostet eine BU bei der Alten Leipziger?

Die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab, z. B. dem Alter bei Vertragsabschluss, der gewünschten Rentenhöhe, der Leistungsdauert und den optionalen Bausteinen wie AU-Klausel und Leistungsdynamik. 

Kategorie / AlterStudent Humanmedizin, 22 Jahre alt, 1.500 EUR BU-RenteArzt in Weiterbildung ohne operative Tätigkeit, 26 Jahre alt, 3.000 EUR BU-RenteFacharzt Innere Medizin, 38 Jahre alt, 3.000 EUR BU-Rente
Zahlbeitrag55,07 €/Monat113,82 €/Monat138,77 €/Monat
Preise inkl. AU-Klausel und 1% Leistungsdynamik

Hinweise: BU-Preise für Medizinstudenten und Assistenzärzte aus 08/2026.

Die Preise sind natürlich nur Momentaufnahmen und hängen, wie eingangs beschrieben, von etlichen Faktoren ab. 

Besonderes Merkmal bei der Alten Leipziger ist zudem, dass sie in den operativ tätigen Facharztbereichen teurer ist. Die meisten Versicherer unterscheiden zwischen chirurgischer und nicht-chirurgischer Tätigkeit erst ab Facharztanerkennung. 

Die Alte Leipziger unterscheidet bereits bei Assistenzärzten zwischen keiner operativen Tätigkeit, 1-10% operative Tätigkeit und mehr als 10% operative Tätigkeit. 

Wer seine BU als Assistenzarzt in einem chirurgischen Fachgebiet abschließen möchte, ist aus finanzieller Sicht in der Regel bei anderen Versicherern besser aufgehoben, da dort der Zuschlag bei Fachärzten erhoben wird.

Randnotiz: Der Statuswechsel muss bei der BU-Versicherung nicht gemeldet werden. Wer also als Student bei der Alten Leipziger einsteigt profitiert dauerhaft von günstigeren Beiträgen.

Welchen anderen BUs mit vereinfachten Gesundheitsfragen gibt es noch?

Neben den verkürzten Abfragezeiträumen bei der Alten Leipziger gibt es zahlreiche weitere Aktionen für BU mit vereinfachten Gesundheitsfragen. 

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LV 1871 BU mit vereinfachten Gesundheitsfragen – U35 Aktion Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung können Beschwerden aus der Vergangenheit manchmal zu Risikozuschlägen oder Ausschlussklauseln führen.  Die

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Nürnberger BU mit vereinfachten Gesundheitsfragen

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Nürnberger BU mit vereinfachten Gesundheitsfragen Vereinfachte Gesundheitsfragen sind ein effektiver Weg, wenn du trotz Vorerkrankungen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchtest.  Für Ärzte und Medizinstudenten gibt es

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Fazit

Die Alte Leipziger bietet insbesondere durch ihren kurzen Abfragezeitraum von nur 3 Jahren für ambulante Behandlungen ein sehr starkes Fundament. Im Gegensatz zu zeitlich befristeten Aktionen anderer Anbieter steht diese Option allen Medizinstudierenden, Assistenzärzten und Fachärzten ohne Altersbeschränkung offen.

Dennoch ist die Risikoprüfung kein Freifahrtschein:

  • Stärken: Hohe versicherbare BU-Renten (bis zu 3.000 € für Ärzte / 2.000 € für Studierende), fairer 3-Jahres-Zeitraum für die meisten ambulanten Erkrankungen, kein spätere Nachmeldung bei Statuswechsel nötig.

  • Schwächen: Langer Abfragezeitraum von 10 Jahren bei stationären Aufenthalten sowie 5 Jahre bei psychischen Vorerkrankungen, Abfrage von Beschwerden ohne Arztbesuch (letzte 3 Monate) sowie eine recht offen formulierte „Ergänzungsfrage“, die Sorgfalt beim Ausfüllen erfordert. Zudem fehlen moderne Klauseln wie eine echte Karrieregarantie.

Empfehlung: Für Ärzte und Studierende mit einer sauberen Historieneinsicht bei stationären Behandlungen und ohne schwerwiegende Vorerkrankungen in den letzten 3 Jahren ist die Alte Leipziger eine hervorragende Wahl. Wer hingegen vor einigen Jahren im Krankenhaus war oder operativ als Assistenzarzt tätig ist, sollte die Konditionen über eine anonyme Risikovoranfrage mit Alternativen am Markt vergleichen. Lasse dich unverbindlich und kostenfrei von den Doc Supportern beraten.

Telefonisch, persönlich oder online für dich da

Alternativ und zeitsparend ist die Online-Terminvereinbarung für eine Video-Beratung, ein Telefonat (wir rufen dich zu einer gewünschten Zeit an) oder vor Ort in Freiburg.

Aerztin

FAQ - Häufige Fragen

Handelt es sich bei den verkürzten Gesundheitsfragen der Alten Leipziger um eine befristete Aktion?

Nein. Anders als bei vielen Mitbewerbern handelt es sich bei der Alten Leipziger um die regulären Antragsfragen. Das bedeutet, dass es weder eine Altersgrenze noch eine künstliche Deckelung der BU-Rente gibt, die nur für Aktionstarife gilt.

Medizinstudierende können zu Beginn bis zu 2.000 EUR mtl. BU-Rente absichern, Ärzte und Ärztinnen bis zu 3.000 EUR mtl. BU-Rente.

Über Nachversicherungsgarantien (z. B. bei Facharztabschluss oder Hochzeit) lässt sich die Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung um max. 1.5000 EUR erhöhen.

  • 3 Jahre: Ambulante Behandlungen bei den meisten Organsystemen, zusätzlich 3 Monate bei Beschwerden in den genannten Bereichen

  • 5 Jahre: Psychische Erkrankungen, regelmäßige Medikamenteneinnahme, Drogen-/Alkoholkonsum sowie Arbeitsunfähigkeiten von mehr als 3 Wochen am Stück.

  • 10 Jahre: Stationäre Aufenthalte (Krankenhaus, Kuren, Operationen, Reha).

Zwei Punkte erfordern besondere Aufmerksamkeit:

Zum einen wird nach Beschwerden in den letzten 3 Monaten gefragt – selbst wenn dafür kein Arzt aufgesucht wurde.

Zum anderen enthält der Antrag eine offene Ergänzungsfrage nach weiteren Behandlungen. Hier ist eine genaue Aufarbeitung der eigenen Gesundheitshistorie zwingend notwendig, um die vorvertragliche Anzeigepflicht nicht zu verletzen.

Nur bedingt. Die Alte Leipziger unterscheidet bereits bei Assistenzärzten nach dem genauen Operationsanteil (0 %, 1–10 %, >10 %). Wer in einem chirurgischen Fachgebiet arbeitet, zahlt daher oft schon in der Weiterbildung höhere Beiträge als bei Anbietern, die diesen Zuschlag erst ab der Facharztanerkennung erheben.

Noch Fragen? Nimm Kontakt zu uns auf.

Sandra Möbius

Über die Autorin

Sandra Möbius

Gründerin von Die Versicherungspsychologin · Versicherungsmaklerin

Versicherungsmakler Gründerin die Versicherungspsychologin tätig seit 2021 Industriekauffrau Bachelor in Wirtschaftspsychologie

Sandra Möbius war fast 4 Jahre bei uns angestellt und machte sich anschließend als Versicherungsmaklerin mit ihrem eigenen Unternehmen selbständig. Sie war bereits bei uns als Account Managerin für die Kundenberatung zuständig und hat Artikel auf dieser Website erstellt und verbessert. Aktuell hilft sie gelegentlich noch bei uns aus, mit gewohnter fachlicher Klasse und immer direkt auf den Punkt. Gerne verlinken wir hier auf ihren großartigen, neuen Webauftritt

Artikel zuletzt geändert: 29. August 2026